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Heimatmuseum Unterbreizbach, Sünnaer Straße 8

(Telefon:  036962/177896,  Mail:  museum.unterbreizbach@gmail.com)

Das Heimatmuseum Unterbreizbach ist an jedem 1. Samstag im Monat  von 15.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Bei Bedarf kann nach telefonischer Rücksprache ein weiterer Termin zur Besichtigung vereinbart werden (z.B. aus Anlass von Klassentreffen etc.). (Telefon: Herr O. Augsten 036962/20297 oder Frau J. Jünger 036962/20231)

Ein alter Computer im Korridor des Museums dient momentan dazu, alte Ansichten von Häusern und Gehöften oder auch ganze Straßenzüge aus unseren Orten dem Museumsbesucher zu präsentieren. Darunter sind natürlich die alten Fachwerkhäuser unserer Orte, als besondere Sehenswürdigkeiten. Mitunter sind auf den alten Fotos ganze Fachwerk-Straßen, wie z.B. in Sünna zu sehen. Viele dieser alten Fachwerkbauten, die in der Regel aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen kann man heute nicht mehr sehen, da sie sich hinter Putz verbergen, abgerissen sind oder wie in Unterbreizbach, durch die Brandsetzung der Amerikaner am Ende des 2. Weltkrieges, unwiederbringlich verloren gingen. Aber davon abgesehen gibt es immer noch sehr gut erhaltene Fachwerkhäuser in unseren Orten zu sehen. Zum Tag des offenen Denkmals war unter anderem die Widmarkt, das heutige Rathaus in Vacha, eines der bedeutendsten und schönsten Fachwerkbauten in unserer Region, zu besichtigen. Da hat der Hersfelder Zimmermann Hans Weber offensichtlich ein Zeichen gesetzt. Denn viele Stiel-Elemente seines Fachwerkbaus finden sich an den Fachwerkhäusern unserer Orte wieder. Als Beleg dafür ein Auszug aus der Schrift: „Bau- und Kunstdenkmale Thüringens“ (Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach) von Prof. Dr. P. Lehfeldt und Prof. Dr. G. Voss, aus dem Jahre 1911.

Auszug:  „Das Vorbild der Widemark wirkt in Unterbreizbach nach bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts. Aus dem Jahre 1770 stammt das Haus Nr. 4. Hier finden sich dieselben Zapfen und schrägen Kopfstreben in den Brüstungsfeldern; auch die Oberflächen der Streben sind genau ebenso ausgeschnitten wie an der Widemark. Dasselbe gilt von den dreiekförmigen Kopfstreben. Der Sturz der Hausthür ist halbrund ausgeschnitten. Die Eckpfosten sind geschnitzt, ebenfalls die Füllbretter und Saumschwellen. Malerisch wirkt der schmale Dachstreifen, welcher an der Giebelwand über dem Erdgeschoss zur Ableitung des Regenwassers angebracht ist.

Das Haus der Gastwirtschaft von Simon Valentin Jacob hat ebenfalls die Fensterbrüstungen der Widemark. Charakteristisch für mehrere der alten Fachwerkhäuser in Unterbreizbach ist der breite Dacherker an der langen Hoffront. Die Jahreszahl 1761 steht an dem ehemaligen Thürsturz, der noch auf dem Boden des Hauses erhalten ist. Die älteste Jahreszahl, welche sich an den Häusern in Unterbreizbach nachweisen lässt, ist die Zahl 1602. Sie steht an dem Sturz der Thür des Hauses Nr. 76.“

Wie unschwer zu erkennen ist, gibt es auf diesem interessantem Gebiet noch viel Forschungsbedarf in unseren Orten. Dabei wird klar wie wichtig die Sammlung von alten historischen Fotos für die Ortsgeschichte ist. Dazu gehören in besonderem Maße auch alte Ansichtskarten, von denen hier einige zu sehen sind.

Wir haben uns über die bisher zur Verfügung gestellten Fotos sehr gefreut und bedanken uns im Namen des Museums herzlich dafür. Auch für die anderen Spenden, wie Dokumente und alte Gegenstände, gilt unser Dank.

Wir würden uns weiterhin sehr freuen wenn uns alte Ansichtskarten aus unseren Orten und andere Fotos zum einscannen zur Verfügung gestellt werden.

Ortsgeschichtliche Interessengemeinschaft „Alte Räs‘ “’
Otto Augsten

Museumsbesucher, wie nie

Auf dem Programm unseres Gemeindefestes aus Anlass des 20-jährigen Bestehens der Einheitsgemeinde Unterbreizbach, war neben einigen Attraktionen, am 12. Juni, unser Heimatmuseum „aufzuschließen“. Schon vor der Öffnungszeit um 14.00 Uhr kamen unsere ersten Besucher, um sich bei uns umzuschauen. Nach 17.00 Uhr konnten wir stolz mit einer Besucherzahl von ca. 250-300 Gästen aufwarten. Mit Hilfe einiger interessierter Bürger, der Gemeinde und nicht zuletzt durch den steten Einsatz unserer Mitglieder, ist ein Ort entstanden, der die Geschichte unserer Großgemeinde wieder aufleben lässt.

Beachtlich ist unsere Trachtenausstellung und die dazu passenden Miniaturen. Kunstgewerbliche Arbeiten, alte Möbel und Gebrauchsgegenstände füllen unseren Ausstellungsraum. Das Material über die ehemalige deutsch/deutsche Grenze informiert über die politische Vergangenheit unserer Region.

Ganz besondere Anziehungskraft haben die vielen Gruppenfotos, von früheren Sportaktivitäten, Betriebsbelegschaften, einiger älterer Schulklassen, Hochzeiten und Konfirmationen.

Mit Hinzukommen eines weiteren Raumes, gab es nicht nur erweiterte Ausstellungsfläche. Wir konnten mit Unterstützung des hiesigen Bergmannvereins „Glück Auf“ die „Bergmannsstube“ einrichten.

In den Vitrinen liegen Dokumente, Auszeichnungen, Spezialwerkzeuge zur Wetteruntersuchung, nicht zu vergessen der frühstückende Bergmann, eine umfangreiche Sammlung bergmännischer Holzschnitzarbeiten von Siegfried Busch, Bergmänner in ihren Trachten, bis hin zu einem einst unter Tage üblichen Väkalienkübel, der leichtes Schmunzeln hervorruft.

Einige unserer Museumsgäste kommen immer wieder gern auf einen Besuch. Die zum ersten Mal bei uns erscheinen, sind begeistert.

Wir Mitglieder unserer Interessengemeinschaft sind stolz auf unsere geleistete Arbeit und freuen uns auf immer mehr Zuwachs, sei es an Besuchern oder an Schenkungen und Leihgaben.

Dieser 12. Juni 2016 wird nicht nur in die Geschichte unseres Museums eingehen, auch was das Zusammenleben in unserer Großgemeinde betrifft. Unser aller  Wunsch ist es, dass sich die Seilscheiben des Fördergerüstes in Unterbreizbach noch lange drehen werden! „Glück Auf“! 

Ortsgeschichtliche Interessengemeindschaft "Alte Räs'"
Reinhard Bornemann

 

Neues aus dem Heimatmuseum

 

Ausstellung Schnitzkunst von Siegfried Busch

Die handgeschnitzten Bergmannsfiguren sind nun in der neu eingerichteten Bergbaustube des Heimatmuseums zu bewundern.

Dass Siegfried neben dem Sammeln von Räuchermännchen und anderer Erzgebirgischer Schnitzkunst auch selber Figuren schnitzt ist in der Region bekannt. Spätestens als vor nicht allzu langer Zeit über die Sammelleidenschaft der Buschs und ihr Hobby ein umfangreicher Artikel im Freien Wort erschien. Nun stellte Siegfried einen Teil seiner umfangreichen Sammlung von selbst geschnitzten Bergmannsfiguren für eine kleine Sonderausstellung dem Heimatmuseum zur Verfügung. In einer Vitrine in der neu eingerichteten Bergbaustube des Heimatmuseums können die mit viel Liebe und Detailgetreue gefertigten Figuren besichtigt werden. Siegfried, der selbst viele Jahre im Kaliwerk in Unterbreizbach arbeitete und aus dem Erzgebirge stammt, bringt mit seiner Schnitzkunst die tiefe Verbundenheit mit dem Bergbau und auch mit seiner alten Heimat im Erzgebirge zum Ausdruck.

 

In der Bergmannsstube

Die Einrichtung der Bergmannsstube in den vergangenen Wochen durch die Mitglieder der Ortsgeschichtlichen Interessengemeinschaft „Alte Räs‘“ ist nun weitest gehend abgeschlossen. Das trifft zumindest für die größeren Aktivitäten zu. Für die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden für unser Museum möchte ich mich deshalb an dieser Stelle bei allen Mitgliedern herzlich bedanken. Dem Bergmannsverein Glück Auf Unterbreizbach e.V. und seinem Vorsitzenden Ralf Trautvetter danken wir für die tatkräftige Unterstützung und für die Exponate wie z.B. die Spannsäulenbohrmaschine. Für die weitere Gestaltung und Ergänzung mit Exponaten ist auch künftig noch viel Zeit und Engagement durch die Mitglieder gefragt. Bei der Einrichtung und der Gestaltung des Museums insgesamt, hatten wir auch viel Unterstützung durch Bürger unserer Gemeinde und darüber hinaus. In der Hoffnung, dass wir auch weiterhin mit umfangreicher Unterstützung aus der Bevölkerung rechnen können, möchte ich mich auch bei denen bedanken, die bisher schon in verschiedener Weise das Heimatmuseum unterstützt haben. Stellvertretend für die große Zahl an Helfern und Unterstützern möchte ich hier nur einige nennen: „Edith Grunau, Ursula Auth, Helga Apel, Ute Eichhorn, Erika Hartmann, Uta Wachtelborn, Uwe Borger, Regina Rosenau, Helga Hauck, Annemarie u. Hans Mätschke, Dorothea Nennstiel und Irmgard Adler“.

 

Ortsgeschichtliche Interessengemeinschaft Alte Räs’ Otto Augsten

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