Evangelisch- Lutherische Kirchgemeinde Sünna
 

zuständiges Pfarramt:

Pfarramt Sünna
Pfarrer Henning Voigt
Hirtenplatz 6    
36404 Sünna          
Tel./Fax: 036962/ 21085
Webseite

 

Zu unserer Kirchgemeinde gehören die Evangelischen der Orte Sünna, Deicheroda, Mosa, Hüttenroda, Mühlwärts.
Mitgliederzahl: ca. 850

Angebote/ Veranstaltungen
 
Kirchenbesichtigung: Im Sommer tagsüber geöffnet, ansonsten wird ihnen gerne der Schlüssel gegeben im Pfarrhaus nebenan

Nach telefonischer Anmeldung Besuch auch mit Erläuterungen (ca. 30 min) möglich. Es erwartet sie eine faszinierende Entdeckungsreise in der Bilderwelt unserer Kirche.

 
Gottesdienst: Jeden Sonntag 10.30 Uhr parallel dazu Kindergottesdienst
 
Hauskreis: Dienstags aller 14 Tage 20.00 Uhr
Persönlicher Austausch und Gemeinschaft sind uns wichtig, Bibelgespräch, Weiterführung im Christsein und gemeinsames Gebet gehören selbstverständlich mit dazu
(zur Zeit 10- 12 Teilnehmer)
 
Kirchenmusik: Singkreis
mittwochs 19.30 Uhr ( ein jugendlich geprägter Kirchenchor/ ca. 20 Sänger von 12-70 Jahren)

Posaunenchor
Probe freitags  18.00 Uhr

 
Kinderarbeit: Christenlehre 1-6. Klasse; offen  für alle Kinder, Interessenten die unverbindlich hereinschnuppern möchten, sind jederzeit herzlich willkommen.
 
Klasse 1 und 2
Klasse 3
Klasse 4
Klasse 5
Klasse 6
Mo 11.30 Uhr
Mo 12.30 Uhr
Fr. 12.30 Uhr
Mi 16.30 Uhr
Mi 14.30 Uhr

Konfirmanden
Klasse 7
Klasse 8


Mittwoch 17.30 Uhr
Mittwoch 15.30 Uhr

 

Aus der Geschichte der Kirche in Sünna
Die Kirche  von Sünna ist  ein Geheimtip für Besucher der Vorderrhön. Gelegen auf einer Anhöhe im Dorfzentrum, inmitten eines  alten Wehrkirchhofes.  Die  Wehr- mauer ( 12.-13. Jhdt. ist in großen Teilen noch  original  erhalten ( Schießscharten)
Der Ortsname Sünna ist wohl keltischen Ursprungs. Auch wenn die Ersterwähnung erst für 1317 nachweisbar ist.
Bereits um die Jahrtausendwende hat hier eine Kirche  gestanden ( Datierung: Reste eines Fensterrahmens 1080/1100).
Mauern aus der frühromanischen   Bauphase haben sich im Innern erhalten.
Beim Umbau 1386/8  erhielt  das Gebäude seinen  steinernen  Turm. Eventuell stammt aus  der  Zeit  die Sakramentsnische in der Nordwand des Altarraumes.
Der jetzige Fachwerkaufbau des Turmes mit Wetterfahne wurde 1756 errichtet.
Die schönsten steinernen  Geschichtszeugen in der Kirche stammen vom Umbau 1616. In der  damaligen Bauphase  wurde u.a. die  kunstvolle  steinerne Kanzel und ein dazugehöriger Taufstein von dem Stadtlengsfelder Steinmetz  Caspar Bel geschaffen.
Im  30-jährigen  Krieg  wurde  die  Kirche  und  das  damalige Pfarrhaus  am  Kirchhof von Söldnern  verwüstet, aber in den Jahren 1667 bis 1669 wieder hergerichtet.
Der barocke Umbau 1713­ 1720 gab ihr im Inneren ihre heutige Gestalt.
Ein  Schmuckstück ist die imposante Orgel von 1720 ( wahrscheinlich eine Dauphin Orgel)( Prospekt 2000 restauriert).
Bemerkenswert ist  die Ausmalung aus dieser Zeit.
An der unteren Empore finden sich gekonnte Porträts biblischer  Glaubenshelden. Es wird erzählt, damals hätten Sünnaer Bauern  diesen biblischen Königen, Propheten und Aposteln ihre Züge  geliehen. Die dazugehörige Deckenmalerei ist leider über­malt. Der Meister dieser Bilder ist der seinerzeit berühmte hessische Porträtmaler Gustav Altmöller aus Schenk­lengsfeld. Dessen Kirchenausmalung in Odensachsen und in Ausbach vermittelt eine Vorstellung des ursprünglichen Kirchenhimmels in Sünna.
Die Gebirgsschläge von 1975 und 1989, und die benachteiligte Situation im DDR-Sperrgebiet haben ihre traurigen Spuren in und  an der Kirche hinterlassen. Mit viel Mühe ist die Kirchgemeinde seit 1990 dabei, die  Schönheit ihrer Kirche nach und nach wieder zum Erstrahlen zu bringen.

Sanierungsetappen:
1990- 93 Dachstuhl, Dachdeckung, statische Sicherung, Turmstatik
1995/ 96 Außenrestaurierung
Teilbereich der Wehrmauer und Neupflasterung des Kirchweges
1999/ 2000 Restaurierung und Freilegung an der Holzausstattung im Innenraum

 
  • weiterführende Literatur:
    Henning Voigt „Die Kirche zu Sünna“ - Vacha 1994; erhältlich in der Rhönbuchhandlung 36404 Vacha oder den Thüringer Heimatliteraturversand
  • Abbildungsnachweis: 
    Günter Kaiser „ Meine Heimat“ - Zeichnungen von der Rhön bis zur Wartburg  Hämbach 1997; S. 117