Evangelische Kirche

Zum Pfarramt Pferdsdorf/Rhön gehört die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Pferdsdorf/Rhön und Unterbreizbach mit dem Ortsteil Räsa

Pfarrerin Antje Gerlach
Pfarrgasse 4
Tel.: 03 69 62 - 17 72 18
E-Mail: Antje.Clemens-Pferdsdorf@t-online.de
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Die beiden selbständigen Kirchgemeinden bilden zusammen ein Kirchspiel. Das Pfarrhaus steht in Pferdsdorf/Rhön. Pferdsdorf/Rhön hat zur Zeit ca. 290 Gemeindemitglieder und die evangelische Kirchgemeinde Unterbreizbach 710 Gemeindemitglieder. In Unterbreizbach gibt es 8 Kirchenälteste und in Pferdsdorf/Rhön 6. Die Teilstelle für die Katechetik ist von einer Gemeindepädagogin besetzt. Im Pfarrbüro arbeitet eine Bürofachfrau stundenweise mit. Der Organistendienst wird nebenamtlich geleistet. Für den Kirchendienst, die Führung der Kirchkassen und viele praktische Arbeiten sind die Kirchgemeindemitglieder ehrenamtlich tätig.

Kirchliches Gemeindeleben
Gottesdienst: In beiden Gemeinden an jedem Sonntag und Feiertag.

Kirchenmusik: Es besteht ein Posaunenchor, in dem Spieler und Spielerinnen aus Sünna und aus Unterbreizbach musizieren. Dem Jugendchor gehören Sängerinnen und Sänger aus den Gemeinden Pferdsdorf/Rhön, Unterbreizbach und Dermbach an. Der Organistendienst wird ehrenamtlich versehen.

Hauskreise: Zwei kleine Hauskreise treffen sich monatlich in Pferdsdorf/Rhön oder Unterbreizbach

Vorschulkreis: Er trifft sich auch monatlich. Eltern und die Gemeindepädagogin bereiten ihn jeweils vor

Männerabend: Männer aus den beiden Gemeinden kommen monatlich zu Glaubens- und Bibelgesprächen zusammen und sprechen über Lebensfragen.

Frauenkreis "Talita kum": Frauen mittleren Alters sprechen über Glaubens- und Lebensfragen.

Die Junge Gemeinde trifft sich nach Vereinbarung.

Kloster Triefenstein: Es besteht ein enger Kontakt zur evangelischen Kommunität der Christusträger - Bruderschaft in Triefenstein/Main. Die Brüder dieser Gemeinschaft haben viel dazu beigetragen, dass das kirchliche Leben in unseren Orten neue Impulse bekam und lebendiger wurde.

Christliche Unterweisung: Neben der Christenlehre, dem Unterricht für die Konfirmanden und Vorkonfirmanden finden nach Bedarf Kurse für Erwachsene statt, die sich auf die Taufe oder die Nachkonfirmation vorbereiten wollen.

Kirche Pferdsdorf/Rhön
Pferdsdorf/Rhön, ein sehr altes Bauerndorf an der ehemaligen Grenze der DDR bei Vacha an der Ulster gelegen, besitzt eine evangelische Kirche. Jedoch hat auch hier die Kaliindustrie ihre Spuren im positiven wie auch im negativen hinterlassen. An der Ostseite liegt der Kirchturm. Die Formen des unteren, aus Stein erbauten Hauptteils, deuten auf die Zeit um 1600. Ebenso der halbrund gewölbte Triumphbogen. Der Raum im Inneren des Turmes dient als Altarraum und hat eine flache Balkendecke. Aus Holz ist das Obergeschoss des Turmes. Erst 1857 errichtet und ebenfalls viereckig. Darauf steht eine achtseitige Pyramidenspitze.
Der kunstlose Hauptraum der Kirche stammt aus dem Jahre 1743, die Zahl steht auf einem Eckpfosten der oberen Empore. Der Raum hat zweigeschossige Emporen von einfachster Form und eine im Korbbogen gewölbte Bretterdecke. Am Südpfeiler des Triumphbogens befindet sich die Kanzel. Sie steht auf dem ehemaligen runden Taufstein der Kirche, der zu diesem Zweck umgekehrt aufgestellt ist. Die Kanzelbrüstung aus Holz hat schlichte Formen, die auf die Zeit um 1700 deuten. 1967 wurde die Kirche innen renoviert und 1968 der Tunn erneuert. Er erhielt 1991 eine neue funkgesteuerte Uhr.
Der Altar ist aus Stein und steht im unteren Geschoss des Turmes. Auf der Platte ist zu lesen: Anno Domini
„1634“ und ebenso sehr schwach „1934“,
Gotische und romanische Bauelemente in der Kirche weisen auf ein sehr hohes Alter mancher Gebäudeteile hin.
1999/2000 wurde die Sakristei neu aufgebaut und 2000 die Läuteanlage erneuert.

Der Pfarrhof:
Der gesamte Hof mit Pfarrhaus, Scheune und Stall steht unter Denkmalschutz. Die Scheune, in die der Kirchgemeindesaal eingebaut ist, stammt aus dem Jahre 1713. Die anderen Gebäude sind jünger. Von Pferdsdorf/Rhönern wurden viele ehrenamtliche Stunden geleistet, um die Gebäude, die zum Teil vom Verfall bedroht waren, wieder in einen guten Zustand zu versetzen.